Welche Vorteile hat eine Markise im Sommer für Sonnenschutz?

Welche Vorteile hat eine Markise im Sommer für Sonnenschutz?

Der eigene Balkon oder die heimische Terrasse werden gerade im Sommer häufig als erweitertes Wohnzimmer genutzt. Um hier vor dem grellen, heißen und für die Haut schädlichen Sonnenlicht geschützt zu sein, darf ein zuverlässiger Sonnenschutz nicht fehlen. Markisen bieten genau diesen Schutz.

Welche Vorteile hat eine Markise als Sonnenschutz und was ist rund um die Montage sowie Pflege zu beachten?

Die Vorteile von Markisen als effektiver Sonnenschutz

Im Vergleich zu anderen Sonnenschutzlösungen überzeugen Markisen mit ihren ganz eigenen Vorteilen. Sie sind nach wie vor eine beliebte Lösung, um auf Balkonen, Terrassen oder Dachterrassen für Schatten zu sorgen. Das sind die wichtigsten Vorteile von Markisen als Sonnenschutz auf einen Blick:

  • Schutz vor UV-Strahlung
  • Hitzeschutz auf Balkon oder Terrasse
  • einfache Bedienung bei elektrischer Steuerung
  • Witterungsschutz bei leichtem Regen
  • auch in Mietwohnungen zulässig
  • oft niedrigere Kosten als für Überdachungslösungen
  • geringer Pflege- und Wartungsaufwand

Umfangreicher Schutz vor UV-Strahlung und Hitze

Üblicherweise bestehen Markisen aus einem Material, das undurchlässig für UV-Strahlung ist. Diese UV-Strahlung ist verantwortlich für Sonnenbrand und kann langfristige Schäden für die Hautgesundheit nach sich ziehen. Deshalb ist es gerade auf dem heimischen Balkon oder der Terrasse wichtig, sich vor UV-Strahlung zu schützen und gemütliche Schattenplätze zu schaffen. Darüber hinaus heizen sich ein beschatteter Balkon oder eine Terrasse mit Sonnenschutz weniger auf. Im Hochsommer sind die Temperaturen auf einer Terrasse mit Markise daher angenehmer, und das nicht nur im Freien, sondern auch in den dahinter befindlichen Räumlichkeiten. Durch den Schatten, den eine Markise spendet, kann Sonnenlicht zudem weniger blenden, was sich auch auf die Wohnqualität in den Innenräumen positiv auswirkt. Selbst bei leichtem Regen bietet eine Markise einen zuverlässigen Schutz vor der Nässe.

Praktisch: Nutzung nur im Bedarfsfall

Anders als ein fest montierter Sonnenschutz bietet eine Markise mehr Freiheiten. Um im Sommer bei starkem Sonnenlicht einen Schutz zu haben, ist die Markise im Handumdrehen ausgefahren. Bei bewölktem Wetter oder den ersten Sonnenstrahlen im Frühling kann sie hingegen eingefahren bleiben, sodass sich Sonnenstunden auf dem Balkon oder der Terrasse genießen lassen. Ein dauerhafter Sonnenschutz, beispielsweise in Form einer Überdachung, lässt sich hingegen nicht an individuelle Wünsche und aktuelle Witterungsbedingungen anpassen.

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Moderne Steuerung für einfache Handhabung

Während es noch vor einigen Jahrzehnten gerade bei großen Markisen durchaus ein Kraftakt sein konnte, diese auszufahren, nutzen moderne Markisenlösungen häufig einen elektrischen Antrieb. Statt mit einer Kurbel wird in diesen Fällen die Markise per Knopfdruck über einen Elektromotor ausgefahren oder eingerollt. Besonders für ältere Personen ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber alten Modellen. Das Steuerelement für die Markise wird üblicherweise im Inneren angebracht, was einen geringen Montageaufwand bedeutet. Wer sich noch mehr Komfort bei der Steuerung seiner Markise wünscht, der kann diese in ein vorhandenes Smart-Home-System einbinden. Anschließend lässt sich die Markise per App beispielsweise über das Smartphone oder Tablet bedienen, ganz ohne dafür vom Sofa oder aus dem Balkonstuhl aufstehen zu müssen.

Kosten oft geringer als für Überdachungen

Im direkten Vergleich mit einer Überdachung haben Markisen zudem meistens einen Vorteil bei der Kostenfrage. Zwar fallen Anschaffungs- und Montagekosten an, sie sind jedoch üblicherweise niedriger als bei einem Terrassendach. Das liegt auch am geringeren Montageaufwand. Bei der Gegenüberstellung der Kosten für eine Markise und ein Sonnensegel schneidet die Markise beim Anschaffungspreis schlechter ab. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Nutzungsdauer einer Markise bei entsprechender Pflege deutlich über der eines Sonnensegels oder Sonnenschirms liegt.

Haben Markisen als Sonnenschutz auch Nachteile?

Je nach Art der Befestigung und Zustand der Hauswand oder Balkondecke können Markisen bei starkem Wind anfällig für Beschädigungen sein. Um Sturmschäden zu vermeiden, ist es daher sinnvoll, die Markise nicht bei stürmischen Böen zu nutzen. Zudem ist das Material meistens nicht beständig gegenüber Hagelschäden. Bei entsprechender Wetterlage ist es deshalb ratsam, die Markise umgehend einzufahren. Besonders einfach ist das möglich, wenn die Steuerung der Markise in ein Smart-Home-System eingebunden wird. Dadurch besteht jederzeit und ortsunabhängig die Möglichkeit, die Markise per App über das Smartphone ein- oder auszufahren. Zwar ist der Aufwand für Wartung und Reinigung bei einer Markise gering, ganz ohne diese kommt sie jedoch nicht aus. Mindestens einmal jährlich sollte die Mechanik auf Funktionalität überprüft werden. Außerdem ist es sinnvoll, groben Schmutz vor dem Einfahren zu entfernen, um Materialschäden zu vermeiden.

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Für Mieter: Darf der Vermieter eine Markise verbieten?

Um eine Markise an einem Balkon oder der Terrasse einer Mietwohnung zu befestigen, muss in den meisten Fällen in die Hauswand oder Balkondecke gebohrt werden. Dabei handelt es sich um eine bauliche Veränderung am Mietobjekt, weshalb vorab eine Genehmigung vom Vermieter eingeholt werden sollte. Verbieten darf ein Vermieter die Montage einer Markise allerdings nur in sehr seltenen Ausnahmefällen. Da die sachgemäße Nutzung von Balkon oder Terrasse ohne Sonnenschutz nicht möglich ist, stellt die Genehmigung durch den Vermieter eher eine Formsache dar. Als Mieter sollten Sie daher keine Probleme bekommen. Trotzdem ist es für ein gutes Mietverhältnis ratsam, vorab die Genehmigung des Vermieters einzuholen.

Montage einer Markise: Was ist zu beachten?

Grundsätzlich kann eine Markise auch von Laien selbst montiert werden. Das setzt eine gründliche Planung, geeignetes Werkzeug sowie bestenfalls zwei Personen voraus. Für eine sichere Montage und Nutzung ist es wichtig, einen tragfähigen Untergrund für die Befestigung zu wählen. Ideal geeignet ist zum Beispiel eine Betonwand. Bei weniger stabilem Untergrund helfen Injektionsmörtel oder spezielle Dübel. Grundsätzlich sollten für die Markisenbefestigung Schwerlastanker verwendet werden. Die empfohlene Montagehöhe für eine Markise beträgt 2,8 Meter. So wird gewährleistet, dass die Durchgangshöhe bei 15 Prozent Neigung an der niedrigsten Stelle zwei Meter beträgt. Ebenfalls wichtig ist die exakte Ausrichtung der Markisenkonsolen. Wird ein elektrischer Antrieb verwendet, sollte dieser aus Sicherheitsgründen von einem Fachmann angeschlossen werden.

Tipps zur Pflege und Wartung einer Markise

Damit die neue Markise möglichst viele Jahrzehnte angenehmen Schatten spendet, benötigt sie etwas Pflege und Wartung. Grober Schmutz lässt sich ganz einfach mit einem Handfeger entfernen. Sollten sich Flecken gebildet haben, kann die Markise mit einem weichen Tuch, etwas Spülmittel und lauwarmem Wasser gereinigt werden. Nach einer Nassreinigung oder Kontakt mit Regen ist es wichtig, die Markise vollständig trocknen zu lassen, bevor sie eingefahren wird. Das verhindert Stockflecken und die Entstehung von Schimmel. Auch die Erneuerung der Imprägnierschicht sollte nach etwa drei bis fünf Jahren durchgeführt werden. Das dazu benötigte Imprägniermittel ist im Fachhandel erhältlich und wird einfach auf die Oberfläche aufgetragen. Etwa einmal jährlich erfolgt eine Wartung. Dazu gehören ein Funktionstest und ein prüfender Blick auf alle beweglichen Teile. Sollte es zu Verschleiß oder Schäden gekommen sein, werden diese umgehend behoben, um weiterhin eine störungsfreie Markisennutzung zu gewährleisten.

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Fazit: Markisen als praktischer Sonnenschutz im Sommer

Unter dem Strich kann festgehalten werden, dass Markisen eine praktische, flexible und auch für Mieter umsetzbare Form des Sonnenschutzes sind. Sie sorgen für angenehmen Schatten auf Balkonen oder Terrassen und benötigen nur wenig Pflege sowie eine gelegentliche Wartung. Ihre lange Nutzungsdauer und die auch für Laien durchführbare Montage sind weitere Vorteile der Markise. Besonders praktisch sind Modelle mit elektrischem Antrieb oder der Möglichkeit zur Integration in ein bestehendes Smart-Home-System. Lediglich bei Sturm, Starkregen und Hagel ist von einer Markisennutzung unbedingt abzuraten, um Schäden am Material zu verhindern.